Mar 1, 2026
Beim CDU-Bundesparteitag am 20./21. Februar 2026 in Stuttgart wurde ein Antrag der Frauen Union angenommen, der die Rücknahme der Cannabis-Legalisierung fordert. Besitz, Anbau und Vertrieb sollen demnach wieder verboten und unter Strafe gestellt werden. Klingt dramatisch – ist es aber nicht. 😴
In der offiziellen Antragssammlung des 38. CDU-Parteitags findet sich der Cannabis-Beschluss unter Punkt O04 – eingereiht in eine lange Liste von Sammelanträgen, ohne eigene Debatte, ohne Diskussion. Ein Thema, das nicht mal eine eigene Rednerunde wert war. 🤷
Vorsitzende der Frauen Union ist Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), die von „bedenklichen Tendenzen" spricht und Beratungen über Handlungsbedarf angekündigt hat. CSU-Gesundheitsministerin Judith Gerlach sekundiert und dringt auf rasches Handeln innerhalb der Koalition.
Das entscheidende Wort heißt: SPD. Die SPD hat in den Koalitionsverhandlungen eine direkte Rücknahme bereits verhindert. Der Koalitionsvertrag sieht stattdessen eine ergebnisoffene Evaluierung vor. Millionen Konsumenten wieder zu Straftätern zu machen – das wird es mit der SPD nicht geben.
Und die Datenlage gibt der SPD Rückenwind: Der erste EKOCAN-Zwischenbericht hat gezeigt, dass die befürchteten Horrorszenarien nicht eingetreten sind – kein Konsumanstieg, keine Zunahme bei Jugendlichen, keine auffälligen Gesundheitseffekte. ✅
CDU-Chef Friedrich Merz räumte selbst ein, dass Cannabis für die CDU kein Schwerpunktthema mehr sei – ein unfreiwilliges Eingeständnis, wie wenig Priorität das Thema intern wirklich hat.
Wie der Deutsche Hanfverband (DHV) treffend analysiert: Strafrecht ist kein geeignetes Präventionsinstrument – jahrzehntelange Verbotspolitik hat gezeigt, dass die Nachfrage bestehen bleibt. Ein erneutes Verbot würde den Konsum nicht beenden, sondern lediglich wieder vollständig in den Schwarzmarkt verlagern. 🖤
Und noch ein pikantes Detail: Laut einer Umfrage von infratest dimap befürworteten selbst unter CDU-Wählern 46 Prozent eine vollständige Legalisierung mit Fachgeschäften. Die Parteispitze liegt also nicht mal bei der eigenen Wählerschaft auf Linie. 😏
Der CDU-Beschluss ist das, was er ist: Symbolpolitik ohne Umsetzungschance. Die Legalisierung ist Realität, die SPD blockiert jede Rückabwicklung, und die Datenlage liefert keinen Grund zum Handeln. Cannabis-Clubs wie Cantura können entspannt weitermachen.
Im April 2026 erscheint der nächste EKOCAN-Evaluierungsbericht – wir halten euch auf dem Laufenden. 👀🌱
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